"Tirolerisch denkt"

Kolumne von Franz Eberharter

alles pfingsten oder was?

Genau, Pfingsten ist doch dieses große Zelt-Fest, wo viele hingehen und Staudamm spielen. Was, sie kennen das Spiel nicht? Vielleicht unter einem anderen Namen, aber die Regeln sind stets gleich und einfach, man setzt sich hin und lässt sich volllaufen. Oder ist dieses Pfingsten nicht doch eher ein Amateur-Fußballturnier, nach dem man sich mit blau getretenen Beinen und Zehen mit gleichem obigen Ansinnen in ein Zelt setzt?

Nein, Moment, ich hab´s gleich, Pfingsten ist doch dieses Fest, wo die Jünger Christi vom Heiligen Geist erfüllt wurden und sie danach jeder in seiner eigenen Sprache reden hörte? Heute heißt das Politik und funktioniert genau umgekehrt, denn diese dort übliche eigene Sprache versteht in der Regel nicht einmal der Heilige Geist.

Aber zurück zum Thema, ich kann mich noch gut an diesen, mich unheimlich faszinierenden uralten Ölschinken im Lehrerzimmer unserer Schule erinnern, wo sich die Jünger mit langen Haaren und ebensolchen Gewändern zusammen eingesperrt hatten und über ihnen eine Taube schwebte, von der irgendetwas Goldenes auf die Köpfe herunterfiel. Weil ich´s nicht recht glauben und deshalb genau wissen wollte, kletterte ich heimlich innen den Kirchturm zu den Nestern der Tauben hoch und war mir danach völlig sicher, dass der Maler von Tauben keine Ahnung haben konnte, denn er hatte offensichtlich die Farbe Schwarzweiß mit der Farbe Gold verwechselt. Die Satire dieses Bildes vom Heiligen Geist erfüllter Jünger im Lehrerzimmer verstand ich auch erst viel später. Aber lassen wir die Vergangenheit, wie erklären wir in zwanzig oder dreißig Jahren unseren Kindern Pfingsten, wenn sie sich bis dahin längst an den Ramadan, den moslemischen Fastenmonat, in dem es keine Prüfungen und Schularbeiten mehr gibt, gewöhnt haben? Gibt es dann noch dieses verlängerte Wochenende, an dem die ganzen Straßen verstopft sind und man für die Fahrt zum Gardasee irgendwo in Südtirol auf der Autobahn mit einer Nächtigung rechnen muss, weil sich halb Europa auf den Weg in den Süden gemacht hat, man aber trotzdem hinfahren muss, weil man dort am Lago della Mare Innsbruckikus endlich wieder jene Leute treffen will, die man sonst das ganze Jahr über in der Stadt nicht gesehen hat?

Wie wird man dann auf den denkwürdigen Tag zurückblicken, an dem ein Grüner als nicht einmal ein Viertel-der-Wähler-Bürgermeister das Ruder in der Stadt übernahm und aus einem Alpha-Weibchen eine Beta-Bürgermeisterin wurde? Wird man darüber lachen, dass damals schon bei den Kollisionsverhandlungen die Stuhlbein-Kettensäge, wenn vielleicht noch nicht angeworfen, so doch generalüberholt und vollgetankt bereitstand?

Werden die Nichtwähler das Jammern bis dahin eingestellt haben oder wird es nach der bis dahin sicherlich eingeführten Scharia fünfzig Stockhiebe geben, wenn man nicht oder das Falsche wählt?

„Herr, lass es Hirn regnen!“ werden in diesen Tagen die irdischen Wünsche durch die himmlischen Korridore schallen, doch mich lass aus, damit ich das alles leichter ertragen kann!

Schöne Pfingsten!

Alles Gute zum Muttertag

Heute komme ich nicht umhin und ist es mir zugleich ein freudvolles Anliegen, allen Müttern dieser Welt zu ihrem Gedenktag zu gratulieren. Der Muttertag, der Tag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft hat sich, beginnend 1914 in den Vereinigten Staaten, alles ist auch nicht schlecht was über den großen Teich herüberschwappt, in der westlichen Welt etabliert. Geschichte hin und auch missbräuchliche Verwendung im Dritten Reich her, sicher ist, dass es ohne Mütter mit ihren in der Regel massiven Geburtsschmerzen diese Welt nicht gäbe. Freilich darf man dabei auch nicht auf die Väter mit ihrem Zeugungsschmerz vergessen, aber die haben, so die Meinung nicht weniger mir bekannter Mütter, sowieso das ganze Jahr Vatertag. Aber Spaß beiseite, in einer Welt, die mit Traditionen bricht, wo fast nichts mehr heilig ist und alles in Frage gestellt wird, in einer Welt, wo der Grundsatz gilt, alle denken nur an sich, ich bin der Einzige, der an mich denkt, in einer Welt, in der die menschliche Genialität an ihre Grenzen stößt, denn bis heute ist es nicht gelungen menschliches Leben zu reproduzieren, in eben dieser alles anderen als heilen Welt des Überflusses und Konsums gilt es, den Ursprung des Lebens nicht zu vergessen.

Ehrfurcht, welch vergessenes Wort unserer über alles erhabenen Zeit, Ehrfurcht aber ist es, die wir brauchen, um einen Schritt zurückzugehen und darüber nachzudenken was bleibt, wenn wir einmal diese Bühne verlassen müssen. Der angehäufte Reichtum, Geld, Immobilien und Aktien? Nein, übrig bleiben wird die Liebe, jene Liebe, die wir von unseren Müttern empfangen haben und die in unseren Kindern und Enkelkindern weiterlebt. Wenn auch allen Müttern die Mutterschaft nicht gleichermaßen gelingt, so bleibt die Bindung zur Mutter doch eine ganz andere als die zum Vater und die Frage, was denn die Liebe ausmacht. Warum mag man den Einen und die Andere kann man nicht ausstehen? Was passiert mit uns, wenn aus Freundschaft und Zuneigung Liebe wird?

Was veranlasst uns zum „ich liebe dich“?

Was ist die bedingungslose mütterliche Liebe eigentlich und warum liegen tiefe Liebe und abgrundtiefer Hass so nahe beieinander? Zu diesen Grundsatzfragen gibt es Erklärungsversuche feinstofflicher Art genauso wie unzählige verschiedene philosophische und theologische Zugänge und doch keine schlüssigen Antworten.

Ich glaube, am besten ist es, wir fragen nicht zu viel nach, nehmen es so wie es ist und genießen es, wenn wir geliebt werden und jemanden haben, den wir lieben können und der unsere Liebe annimmt.

Und heute, geschätzte Leserinnen und Leser, mein Herz auf der Zunge tragend, heute habe ich neben dem Glück, meine Mutter noch zu haben nur noch einen Wunsch, dass mir meine geliebte Frau anlässlich unseres 40. Hochzeitstages, den wir akkurat heute, passender geht es gar nicht, im entlehnten Paradies, im Paradies auf Zeit, im Hotel Edenlehen in Mayrhofen feiern, mir den schon seit 40 Jahre bestehenden ehelichen Vertrag mit ihrem großen Herzen noch ein wenig verlängert!

Schönen Muttertag!

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