verdammt, ich will einen titel!

„Eure königliche Hoheit“ heißt es in gar nicht so wenigen Ländern auf der Welt, was so wie bei der Erbsünde nichts Gewähltes sondern etwas Mitbekommenes ist. Ob Fluch oder Segen mag dahingestellt sein, auf jeden Fall ist das ist bei „Pop-Titan“ oder „Schlagerkönigin“ wieder etwas völlig anderes, wobei ich den Titel „abgehalfteter Musiker“ gar nicht in die Wertung nehme.

Dass bei uns Titel sehr wichtig sind, weiß der gelernte Österreicher schon seit der Kaiser-Zeit, wiewohl er auch weiß, dass der Alpen-Republik-Bewohner, vor die Wahl gestellt, Titel oder Gehaltserhöhung, in der Regel ohne jeglichen Nachdenkbedarf aus dem Handgelenk heraus sofort Ersteres nimmt. Wie die Statistik sagt sind uns in dieser Frage die Frauen, im Normalfall halt, weit überlegen, denn sie denken in dieser Frage weniger emotional und an das Familieneinkommen denkend als der für Lobhudelei empfängliche starke Mann. Weit weniger der Statistik geschuldet als einem hartnäckigen Gerücht nachgehend weiß man, sorry, seit dem Grasserprozess bin ich mit dem Wort „wissen“ etwas vorsichtig geworden, nimmt man zu Recht oder zu Unrecht an, dass nicht wenige Akademikergattinnen auf dem Standesamt promoviert haben. Das hindert sie aber nicht daran, sich mit „Frau Doktor“ anreden zu lassen, was an sich ja ein Blödsinn ist, weil es genau genommen „Frau vom Doktor“ heißen müsste. Dass sich in diesem Kontext der Mann einer Bürgermeisterin als „Herr Bürgermeister“ titulieren ließ, so betrachtet wohl nur recht und billig, ist bis dato noch nicht überprüft, so wie auch die wissenschaftlichen Untersuchungen, ob das „Vergessen“ des eigentlich zu so einem Titel gehörenden Universitätsabschlusses Münchhausen´s Vermächtnis geschuldet ist, ebenfalls noch ausständig sind.

Jetzt kann man´s drehen und wenden wie man will, es schlecht heißen oder einfach als menschlich betrachten, auf jeden Fall versuchen sich die TitelfordererInnen im Normalfall besser zu stellen als sie in Wirklichkeit sind.

Nun komme ich aber vom Normal- zum Sonderfall, denn was die Ex-Regentin zu Innsbruck geritten hat, sich vom hohen Gemeinderat mit dem Titel Frau „Alt-Bürgermeisterin“ anreden zu lassen weiß nur sie. Allein beim Wörtchen „Alt“ zuckt Frau Normalo ja schon zusammen, verkriecht sich in ihrem Kokon oder versucht auf der Stelle einen Termin beim Facelifter zu bekommen. Ich will jetzt kein Kleingeld wechseln, aber ist sie nicht einfach die Frau Vize-Bürgermeister? Vize-Bürgermeisterin wäre ja auch falsch, wie auch Franzen´s Vize-Bürgermeister unter ihrer damaligen Herrschaft … verdammt, jetzt klingt das „Herrschaft“ in diesem Fall auch blöd, wiewohl die Knechtschaft der Stadt weit länger für ihre Regentschaft wird blechen müssen als diese gedauert hat.

Überhaupt vermisse ich im Gemeinderat zu Innsbruck ein wenig den Humor, denn auf das Ansinnen der Vize-Ebene hätte ich mit der Forderung reagiert, mich in Zukunft als Alt-Gendarm anreden zu lassen.

Letzte Woche am Stammtisch tauchten ein paar weitere Titelideen auf. Frau „Patscherter Kofel“ war nur eine davon.

Schönen Sonntag!

schon gejammert heute?

… über das Wetter heute vielleicht? Es ist ja wirklich viel zu warm für die Jahreszeit und zum Vergleichsjahr 256 v.Chr. viel zu trocken. Oder war das gar der heißeste Juli seit die Türken vor Wien standen? Haben sie schon gejammert, dass wir bis gestern für die Steuern gearbeitet haben oder freuen sie sich, dass es ab heute in die eigene Tasche geht? Haben sie so wie ich auch schon mal daran gedacht, deswegen einfach die erste Jahreshälfte Urlaub zu machen? Wäre es ihnen lieber über die Unwetter zu jammern die es erst seit heuer gibt oder sollten wir uns besser darüber freuen, dass wir die vergangenen Unwetter offensichtlich schon wieder vergessen haben? Zumindest ist ein Unwetter wie jüngst am Arlberg mit Sicherheit mehr als ein Grund zum Jammern, wogegen mir die

nebulose Jammerei, dass man schon sehen werde, dass alles nicht so bleiben und alles ganz anders, nämlich viel schlechter werden würde, unglaublich auf den Geist geht. Das „Jammern“, obwohl laut Duden ein schwaches Verb, kann einem stark auf die Nerven gehen. Jammern, sudern, sempern, zetern, lamentieren, schimpfen, stöhnen, motzen, meckern und was es sonst noch an verwandten Ausdrücken für die eigene Unzufriedenheit gibt, wird ziemlich oft missbräuchlich verwendet, denn nicht weil es uns so schlecht, sondern weil es uns in Wirklichkeit viel zu gut geht, wird gejammert.

Ist es zu kalt, wird gejammert, ist es zu heiß wird gejammert, regnet es zu viel ist es ein Problem, regnet es zu wenig, genauso. Das Essen kann noch so vorzüglich sein, man regt sich auf, dass das Salatdressing mehr Zucker vertragen hätte oder zumindest ein Salzstreuer am Tisch stehen hätte müssen, den man zwar nicht gebraucht hat aber vielleicht hätte brauchen können. Und wenn es sonst einfach nichts zu bemängeln gibt, hätte der Wirt sich doch um angenehmere Gäste am Nebentisch kümmern können. Denen passt ja überhaupt nichts, die nörgeln und jammern nur herum. Da schmeckt doch einem das Essen nicht mehr!

Manche fahren schon mit dem Vorsatz in den Urlaub, sich nachher durch Beschwerden den nächsten Urlaub zumindest teilweise finanzieren zu lassen und vergessen dabei, dass sie sich selber damit den schönsten Urlaub versauen.

Manche können sich schon gar nicht mehr über den heutigen schönen Tag freuen, weil es morgen möglicherweise regnet.

Ich kann das „Gesumper“ nicht mehr hören, es ist negative Energie, es ist ansteckend und es verplempert meine vermutlich ohnehin nicht mehr lange Lebenszeit. Haben sie schon einmal bemerkt, dass sich Jammerer oft ihresgleichen suchen um dann jammernd im Selbstmitleid zu versinken? Alles schlecht machend, vor dem nahenden Untergang warnend und so dem Optimisten seine Lebensfreude ausredend, sind sie eine Plage unserer Zeit, über die man wirklich jammern kann.

Heute möchte ich am Stammtisch auf die Gesundheit unseres Niki Lauda anstoßen bevor es wirklich einen Grund zum Jammern gibt.

Schönen Sonntag!

man kann es kaum glauben

Es gibt Dinge im Leben, die sind so unglaublich, dass man sie kaum glauben kann, wobei sich die Unglaublichkeit in meinem Fall jetzt nicht auf irgendwelche außerordentlich größte oder kleinste Leistungen bezieht, sondern auf Dinge, über die man nur noch den Kopf schütteln kann. Dass der Bürokratieabbau mit gerade einmal an die 50.000 Beschäftigten in der EU mit einem Plus an Beschäftigen endete, hat der gelernte Europäer ja schon vorher gewusst, womit eine wirklich Reduktion in der Tintenburg viel unglaublicher gewesen wäre, als der Umstand, dass man sie als „Beschäftigte“ bezeichnet. Dass manche sich wirklich beschäftigen sieht man ja an der Gurke Krümmung und an der Pommes Farbe, aber dass da alle beschäftigt …

Gut, wenn man es so sieht, ist es sowieso besser, wenn sie nicht sooo beschäftigt sind, aber dann bräuchten wir sie ja auch nicht, oder? Das aber wirft wiederum die Frage auf, wohin entsorgen wir dann unfähige Politiker, wie versorgen wir Freunderln und Schutzbefohlene, wo bringen wir den oft nicht lebensfähigen Nachwuchs unter? Fragen über Fragen, womit ich wieder einmal auf den Albtraum der Weltpolitik zu sprechen komme. Es ist schon unglaublich, wie er sich seine eigene Welt auf Twitter zurechtzimmert und dass sich seine Gespielinnen nicht mit einem Diamantringlein abspeisen lassen wollen, kann man ihm auch nicht wirklich vorwerfen, ist doch diese Gier nach Geld, Rache und Aufmerksamkeit nichts anderes als ein Spiegel unserer Zeit und die Frage gerechtfertigt, ob diesen Frauen wirklich bewusst ist, dass sie nichts anderes sind als die Sägeblätter für Trumps Tron?

Was aber hat Gustav Kuhn in Erl verbrochen, dass man ihn, sozusagen vorsichtshalber, gleich öffentlich mit den Ohren an die Wand nagelt? Was ist, wenn sich am Ende herausstellt, dass an der ganzen Sache nichts dran ist? Wer bringt die Seife zum Reinwaschen und geht das ohne chemische Reinigung überhaupt? Wenigstens hat Präsident Haselsteiner die Sache bis nach Wagners Ring vertagt, wobei ich zugegebenermaßen kein Freund dieser Musik bin und es mit jenen halte, die behaupten, eine Wagner-Oper fange um Sechs Uhr an und wenn man nach drei Stunden auf die Uhr schauen würde, wäre es gerade mal Viertel nach Sechs.

Aber jedem das Seine und so hält man geduldig auch das Kernliche Geschaue nebst Füllung leerer Gazettenseiten im Sommerloch mittels Rundumschlag aus.

Seitenfüllend durchaus auch die Unglaublichkeit, dass ein wegen Lungen- und Herzproblemen nicht haftfähiger Verbrecher, hier gilt die Schuldvermutung, in einem Hotel in Salzburg Personal und Gäste terrorisieren und sich eine Zigarre anzünden kann. Da kann der Verurteilte nur froh sein, dass nicht ich der Kellner war, denn man kann mit einer extra heißen Suppe durchaus auch einmal an einem Tisch stolpern. Hoppala, Herr Elsner!

Unglaublich, aber was ist denn nur in unsere Frauenministerin gefahren, dass sie das Geld lieber für Opfer- und Gewaltschutz ausgeben will als für weitaus wichtigere Frauenprojekte wie „Getanzter Protest“, Lesekreise oder die Aufarbeitung von Olympia in Brasilien?

Nicht wahr, oder nur unglaublich??

Schönen Sonntag!

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