es schneit, hurra, es schneit!

„Es schneit, hurra, es schneit, Schnee-flocken weit und breit ….!“ Unsere Enkel werden singend im Garten durch das weiße Gold toben. Endlich soll sie kommen, die weiße Pracht. Ich bin auch erleichtert, denn ich habe nächtelang nicht schlafen können, wollte es doch einfach nicht schneien. Vermutlich die Auswirkung der globalen Erderwärmung im Inntal, weshalb ich mir auch schwere Vorwürfe gemacht habe, war ich ja mit daran schuld, dass es nicht schneite und habe ich den Beweis dafür seit einer Woche vor mir liegen. Ich war beim IGL 100er in Wattens zu schnell gefahren und bin nun eingeladen, es anonym wieder gut zu machen. Verflixt und heiliges Gaspedal, wäre ich doch ein paar Kilometer später zu schnell gefahren, dann wäre es nicht so teuer gewesen, denn da wäre der IGL 100er schon nahtlos in den Trotzlärmschutzwand-100er bei Hall übergegangen. Da hätte ich auch dem Weltklima nicht geschadet, denn das war ja nur bis Wattens gefährdet. Blöde Frage, weiß jemand, wie schnell die Flieger über´s Inntal fliegen und wie viel unversteuerten Kerosindreck sie auf uns herunterfallen lassen? Ich weiß, ich hätte auch einfach langsamer fahren können, aber egal, Hauptsache es schneit, hurra, es schneit….! Nicht wenige Touristiker, Touristikerinnen und Seilbahnbetreiber, bei denen ist das Gendern nicht notwendig, waren schon wegen der um diese Jahreszeit grassierenden Genickstarre in ärztlicher Behandlung. Diese ansteckende Krankheit, in dieser schweren Form fast nur touristisch tätige Alpenbewohner und Alpenbewohnerinnen befallend, tritt in der Regel kurz vor Eröffnung der Wintersaison auf. Auslöser ist das ständige „in den Himmel blicken“, ob es nicht doch bald schneit. Allerdings, mit den ersten natürlichen Schneeflocken verfliegen diese Symptome augenblicklich und machen dem „wohin mit dem Schnee-Gen“ Platz. Ich habe aus dem letzten Jahr gelernt und mir drei zusätzliche Mülltonnen gekauft. Die weiße Pracht darf man nämlich nicht mehr einfach in einen Bach kippen. Der frische Schnee wird, kaum am Boden angekommen, zu Sondermüll und muss als solcher auch in Schneekrematorien verbrannt werden. Doch man kann lästern wie man will, eines ist fix, wenn unsere Tourismusbetriebe nicht so gut aufgestellt und unsere Liftbetreiber nicht so viel investiert hätten, ginge es uns längst nicht so gut. Wenn wir jetzt das auch noch hinkriegen würden, dass man die Gäste her und wieder zurück „beamen“ könnte, wäre das leidige Verkehrsproblem auch Geschichte. Das wird aber ein frommer Wunsch ans Christkind bleiben und bis sich das unser erbarmt, werden wohl noch ein paar Flocken fallen. Dass das Unwort des Jahres seine Berechtigung hat, wurde in Kufstein eindrucksvoll bestätigt, denn aus Gründen des Datenschutzes konnte kein Weihnachtsgeld an die Mindestsicherungs-Bezieher ausbezahlt werden.

Fragt auf dem Weg nach unten eine Schneeflocke die andere: „Was ist, fallen wir in Tirol und verbreiten Freude oder fallen wir in Wien und verbreiten Chaos?

Schönen Feiertag!

grundrechte, für wen??

Gottseidank, Innsbruck hat´s in die Riege der Weltstädte geschafft. Nein, Wien und München gehören in diesem Fall nicht dazu, denn da bringen sie zu wenig Leute um. Ich rede von Caracas, Cali, Kapstadt, Palmira, Chicago oder NewYork, denn dort kann es einem schon wie in Innsbruck passieren, dass man ein Messer stecken hat, obwohl man nicht einmal nach dem Weg gefragt hat. Venezuela sei ein schlechtes Beispiel hat man mir gesagt, denn dort kämen auf 100.000 Einwohner etwa 120 Morde. Das kann schon sein, aber man zeige mir jetzt die Frau oder den Mann, der in der nächsten Zeit in der Bogenmeile unterwegs, nicht öfter als sonst über die Schulter zurückschaut. Und damit komme ich auch schon zum längst geplanten und jetzt in Kraft tretenden Waffenverbot für eben diese schöne Vergnügungsmeile. Als besonderer Renner wird in diesem Zusammenhang stolz verkündet, dass jetzt auch Taschenmesser, die eigentlich nicht als Waffe gelten, als solche angesehen werden, wenn der Träger glaubhaft versichert, damit einen Menschen umbringen zu wollen, wobei das Öffnen des Messers bei der geblendeten Justiz ziemlich sicher noch keinen begründeten Verdacht darstellt. Was dieses Verbot wirklich bringen soll, bleibt mir als Laien verborgen, denn no na ned, wie meistens in solchen Fällen ist das Regelwerk ziemlich zahnlos, denn es müssen besondere Verdachtsmomente gegeben sein, um Personen kontrollieren zu können. Personendurchsuchungen ohne konkreten Verdacht seien nämlich ein zu großer Eingriff in die Grundrechte? Tritt mich ein Pferd? Laust mich ein Affe, pfeift mein Dackel oder knutscht mich ein Elch??

Wo bitte sind denn meine Grundrechte, wenn ich im Auto sitze, angehalten werde und das Alko-Vortestgerät unter die Nase gehalten bekomme? Bin ich da schon verhaftet, dass ich nicht einmal mehr an meiner Wasserflasche nuckeln darf, wird dadurch wirklich die Durchführung der Amtshandlung gefährdet oder ist am Ende einfach die Angst zu groß, dass dann das Gerät zu wenig anzeigt? Ist allein das Anstecken eines Zündschlüssels bei einem Kraftfahrzeug schon ein solch angeführter besonderer Verdachtsmoment? Wie ist das bei Fahrzeugen, wo es reicht, wenn man den Schlüssel in der Tasche hat? Wo sucht man denn dann nach einem „konkreten Hinweis für eine Gefährdungslage“? Warum verhaftet man mich nicht gleich auch wegen einem Sexualdelikt, trage ich doch diese Tatwaffe auch ständig mit mir herum? Fragen über Fragen, die in Wirklichkeit nur eines manifestieren, dass immer jenen am härtesten ins Gesicht gesprungen wird, die sich nicht wehren, weil sie einiges zu verlieren haben.

Damit bin ich heute völlig aus dem Häuschen und fordere in aller Form das Grundrecht auf einen Stammtisch nach der Hl. Messe ein und den Kramerwirt auf, seine Tore endlich wieder zu öffnen. Da er mir das ohne jegliche Gefährdungslage versprochen hat, können wir bald wieder auf die Melkkühe der Nation anstoßen, Prost, und fahrt´s nicht b´soffen heim!

Schönen Sonntag!

gesamtpaket und prozentverarsche

„Bläck Freidä“ ist nach Fastfood, Halloween und dem rockenden und inzwischen auf viel zu vielen Häusern und viel zu früh herumturnenden Weihnachtsmann samt Rentiergespann ein weiterer Meilenstein des importierten amerikanischen Wahns. Preisnachlässe von bis zu 70% werden angepriesen, die Geiz ist geil Mentalität hat Hochsaison und jene, die gerade vor ein paar Tagen einen dieser mehr als grenzwertig reduzierten Gegenstände zum vollen Preis erworben haben, können sich vor Ärger in ihren eigenen Allerwertesten beißen. Wird am Ende damit nur die Dummheit bestraft, dass man es nicht erwarten konnte oder man vielleicht vor lauter Arbeiten einfach keine Zeit zum Shoppen und Preisvergleichen hatte?

Ganz zum Schluss aber keimt ein leiser Verdacht, dass an solchen Tagen und der „Freidä“ dauert ja in den meisten Fällen doch bis „Sonndä“, Waren an den Mann oder die Frau gebracht werden, die man sonst nicht leicht los wird oder die man, meist erst nach dem Kauf reflektierend, mehr als gar nicht gebraucht hätte.

Voll im Trend natürlich auch der Internet-Handel, wobei man weiß, dass jedes zweite Paket zurückgeschickt wird, was wiederum einen nicht unerheblichen Prozentsatz des beinahe unerträglich gewordenen Verkehrs von selbst erklärt. Ich wage auch nicht, an dieser Stelle die Frage zu erörtern, ob Frauen wirklich dreißig Paar Schuhe brauchen, denn meine einzige allerliebste Frau hat mir schon mehrfach versichert, dass eine Frau niemals zu viele Schuhe haben könne, höchstens einen zu kleinen Schuhschrank.

Um eventuellen Rücktrittsaufforderungen zuvor zu kommen, möchte ich mich für diesen möglicherweise sexistischen Sager gleich in alle Richtungen entschuldigen. Im Übrigen braucht sich auch niemand extra zu bemühen, denn in den sozialen Netzwerken poste ich es selbst, was ja mittlerweile zum politischen Gesamtpaket Anpatzen gehören soll.

Mit Gesamtpaketen habe ich im Allgemeinen schon einige Mühe, aber im Besonderen mit dem nun von der linken Reichshälfte geforderten. Die wollen nämlich den Kindern statt dem Kopftuch nun einen politischen Kleingelddeal aufsetzen. Man müsse ein Gesamtpaket auf breiter Ebene diskutieren?

Einem Ertrinkenden im Bach nicht sofort einen Rettungsring zuzuwerfen ist mehr als unhöflich, was die Opposition aber nicht daran hindert, zuerst einmal eine Debatte darüber anzuzetteln, wer den Ring überhaupt werfen soll, kann und darf. Und natürlich müsse man sich zu allererst einmal anschauen, von wem der Wurfantrag überhaupt gekommen ist, denn da könnte ja jeder kommen und überhaupt. Das macht man dann so lange, bis der unten, hoppla, so was aber auch, ertrunken ist. Ja, darf der das überhaupt?

Übrigens, haben sie sich an der Tankstelle auch so gefreut, dass der Ölpreis seit Oktober um 30 Prozent eingebrochen ist?

Wie, nichts bemerkt??

Gottseidank macht man Bier und Schnaps nicht aus fossilen Brennstoffen.

Schönen Sonntag!

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